Druckpulsationsprüfung für OEM-Kühlkreiskomponenten


Die Druckpulsationsprüfung verifiziert, ob Komponenten von Kühlsystemen wiederholten Druckschwankungen, Temperaturbelastungen und realen Kühlmedien über Tausende oder Millionen von Lastwechseln standhalten. Poppe + Potthoff Maschinenbau entwickelt hierfür kundenspezifische Druckpulsations-Prüfstände zur Komponentenvalidierung, Dauerlaufprüfung und Vorabsicherung für Anwendungen in Automotive, E-Mobility, Wasserstoff, Aerospace und Industrie. Unsere Systeme sind für anspruchsvolle Prüfprogramme mit Wasser-Glykol-Medien, Temperaturregelung, sinus- oder trapezförmigen Druckverläufen, Vakuum- und Überdruckphasen sowie Multi-Station-DUT-Aufbauten ausgelegt. 

Was ist eine Druckpulsationsprüfung?


Eine Druckpulsationsprüfung – auch als Druckwechselprüfung oder, je nach Anwendung, als Form der Druckimpulsprüfung bezeichnet – setzt ein Bauteil kontrollierten, wiederholten Druckänderungen aus. Ziel ist es, reale Lasten aus dem Einsatzfall nachzubilden und frühzeitig Ermüdung, Leckagen, Verformungen oder Dichtversagen vor dem Serienstart zu erkennen. Im Bereich der Kühlkreisläufe werden dabei häufig zyklischer Druck, Medientemperatur, Umgebungstemperatur sowie teilweise Unterdruck- oder Vakuumbedingungen kombiniert, um Füll-, Aufheiz- und Betriebszustände realistisch zu simulieren.

Zur begrifflichen Einordnung: Offene, kühlkreistypische Prüfaufbauten werden häufig als Druckpulsationsprüfung bezeichnet, während geschlossene Dauerlaufprüfungen eher unter Impulsprüfung laufen. In der Praxis überschneiden sich diese Begriffe jedoch stark.

Druckpulsationsprüfstand für Batteriekühlplatten und Wärmetauscher


Typische Prüflinge


Unsere Druckpulsationssysteme lassen sich unter anderem für folgende Komponenten auslegen:

  • Kühlmittelschläuche
  • Kühler und Wärmetauscher
  • Ausgleichsbehälter und Surge Tanks
  • Kunststoff- und Metallkomponenten im Kühlkreislauf
  • Batteriekühlplatten
  • Cold Plates für Leistungselektronik und Rechenzentrumskühlung
  • ADAS-Steuergeräte, ECUs und Leistungsmodule mit Flüssigkeitskühlung
  • Verbinder, Verteiler, Rohre und Gehäuse in druckbeaufschlagten Fluidkreisläufen

Benötigen Sie einen Druckpulsations-Prüfstand für Kühlkomponenten?


Senden Sie uns Ihre Spezifikation, Zielnorm, den Druckbereich, das Medium und das Temperaturfenster. Wir erarbeiten ein Prüfstandskonzept passend zu Ihrem Prüfumfang.



Normen und OEM-Spezifikationen, die wir abdecken können

Wir entwickeln Prüfstände sowohl für normbasierte Validierungsprogramme als auch für kundenspezifische Prüfabläufe. Dazu zählen unter anderem öffentlich referenzierte Normen und angrenzende OEM-Spezifikationen.

Volkswagen-Konzern: Spezifikationen für Kühlkomponenten


Für Komponenten des Kühlsystems wie Kühlmittelschläuche, Kühler und verwandte Baugruppen sind öffentlich referenzierte Volkswagen-Normen wie TL 52361, TL 874 und TL 52682 relevant. Diese Spezifikationen stehen typischerweise im Zusammenhang mit Druckpulsationsbeständigkeit unter Einsatz von Kühlmedien nach TL 774, erhöhten Medientemperaturen, Klimatisierung und Dauerlaufprogrammen mit mehreren Prüflingen. 

M-07 Druckpulsationsprüfung im Kühlkreislauf


Für elektrische und elektronische Komponenten im Kühlkreislauf ist die M-07-Familie besonders relevant, insbesondere im Umfeld von LV 124 / BMW GS 95024-3-1, VW 80000 und Mercedes-Benz MBN 10306. Diese Anforderungen dienen dazu, die mechanische Festigkeit und Dichtheit von Bauteilen unter Druckschwankungen, Temperaturwechseln sowie Druckänderungen während der Füllung und des Betriebs nachzuweisen.

General Motors und verwandte Validierungsanforderungen

Für OEM-Programme im Bereich Kühlsysteme ist GMW15310 eine relevante öffentlich referenzierte GM-Spezifikation für Kühlmittel-Ausgleichsbehälter. Sie gehört zum gleichen Validierungsumfeld hinsichtlich Dauerhaltbarkeit, Dichtheit und Systemzuverlässigkeit von Kühlkomponenten.

Sie haben eine Prüfnorm, eine Zeichnungsnotiz oder einen OEM-Anhang? Senden Sie uns die Vorgabe – wir übertragen die Prüfanforderung in ein passendes Prüfstandskonzept. Auf Wunsch auch als Inhouse-Testservice.

Typische Prüfstandsfunktionen


Da die genauen Parameter vom Prüfling und der Zielnorm abhängen, entwickeln wir Druckpulsations-Prüfstände nicht als starre Standardmaschine, sondern entlang der tatsächlich geforderten Prüflogik. Je nach Projekt kann ein System unter anderem Folgendes umfassen:

  • sinusförmige, trapezförmige, rechteckige oder kundenspezifische Druckprofile
  • Überdruck, Vakuum sowie wechselnde Unter-/Überdruckzyklen
  • Wasser, Wasser-Glykol, Öl oder kundenspezifische Medien
  • Medientemperierung und Integration einer Klimakammer
  • Leckageerkennung und automatische Abschaltung fehlerhafter Prüflinge
  • Rezeptverwaltung, Datenerfassung und kurvenbasierte Berichte
  • Mehrkanalprüfung und DUT-spezifische Aufnahmen
Druckpulsation Druckkurve




Warum OEMs und Tier-1s auf Druckpulsationsprüfungen setzen

Pressure pulsation testing helps engineering, validation, and quality teams answer the questions that matter before SOP:

  • Bleibt die Komponente über die vorgesehene Lebensdauer dicht?
  • Wie verhält sie sich unter schwankendem Druck und Temperatur?
  • Hält das Dichtkonzept realen Kühlmedien und thermischer Last stand?
  • Gibt es Schwachstellen an Verbindungen, Gehäusen, Schweißnähten, Steckern oder Materialübergängen?
  • Übersteht das Design sowohl den Normalbetrieb als auch Grenzlastfälle? 

Gerade für Kühlkreisläufe in E-Mobility und Elektronik ist das besonders relevant, da flüssigkeitsgekühlte Systeme längst nicht mehr nur im klassischen Motorraum eingesetzt werden, sondern auch in Batteriesystemen, in der Leistungselektronik, in ADAS-Einheiten und in Rechenzentrumskühlung. 

Warum Poppe + Potthoff Maschinenbau


Wir bieten keinen Prüfstand von der Stange. Stattdessen entwickeln wir kundenspezifische Druckwechselprüfstande, abgestimmt auf Ihren Prüfling, Ihr Sicherheitskonzept und Ihr Validierungsziel. Das ist besonders dann entscheidend, wenn ein Projekt eine Kombination aus folgenden Anforderungen umfasst:

  • Normkonformität plus kundenspezifische Zusatzprüfungen
  • Medien- und Umgebungstemperaturregelung
  • Kombination aus Druckpulsation sowie Berst-, Dicht– oder Druckhaltefunktionen
  • große oder komplexe DUT-Geometrien
  • rückverfolgbare Datenerfassung und reproduzierbare Zyklusregelung
  • spätere Erweiterung auf neue Prüfvarianten oder Produkte